
Wie können gute Entscheidungen innerhalb einer Gruppe getroffen werden?
Die Mehrheit erzeugt Verlierer
Denn ein Mehrheitsentscheid führt immer dazu, dass es Gewinner und Verlierer gibt. Verlierer kooperieren nicht gern mit Gewinnern.
Schwarz-Weiß-Entscheidungen führen zu Spaltungen in Gruppen, inneren Kündigungen am Arbeitsplatz und unentspannten Urlauben, kurzum zu Frust, Streit und Konflikten.
Beim systemischen Konsensieren ist das Entweder-oder systemisch ausgeschlossen, es gibt weder Gewinner noch Verlierer.
Für jeden einzelnen Vorschlag wird der Widerstand, den jede und jeder gegen diese Lösung hat, abgefragt. Das Ziel ist es, jene Lösung zu finden, mit der die Gruppe am besten leben kann.
Die Methode kann auch mit mehr als zwei Vorschlägen problemlos umgehen, ohne taktische Abstimmungen und Verzerrungen durch ähnliche Vorschläge zu erzeugen.Die Mehrheit erzeugt Verlierer
Systemisches Konsensieren
Systemisches Konsensieren kann bedarfsgerecht, je nach Gruppe und Situation, ganz unterschiedlich angewandt werden – wie ein Werkzeugkasten mit vielen SK-Werkzeugen darin.
Die Methode des systemischen Konsensierens stammt von dem österreichischen Mathematiker Erich Visotschnig und dem Systemanalysten Siegfried Schrotta, die das sogenannte SK-Prinzip erfunden und entwickelt haben.
Ihr Ziel war es, aufbauend auf der gewaltfreien Kommunikation (GfK), mehr Kooperation in der Gesellschaft zu ermöglichen und damit einhergehend Konflikte zu reduzieren.
Schnellkonsensieren
Den Widerstand auf einer Skala von null bis zehn zu messen, erlaubt ein differenziertes Bild, was bei schweren Entscheidungen hilfreich ist.
Manchmal ist das jedoch nicht nötig, zum Beispiel, wenn es um eine Stimmungslage oder einen Grundkonsens geht. Oder aber, wenn es noch schneller gehen muss.
Dann reichen drei Kategorien aus: Ich bin einverstanden, ich habe Bedenken und ich habe starken Widerstand.
Quellenangabe: Teile des Artikels entstammen der Webseite gruppenentscheidung.de